| Donnerstag 20. Januar 2011 20 Uhr Goetheplatz 4 |
Prof. Dr. Kurt Pätzold, Berlin Totalitarismus. Im Glossar eines Schulbuches ist zu lesen: „Totalitarismus (Lat. totus ganz, völlig). Allgemeines Kennzeichen einer Diktatur, in der die Menschen mit allem, was sie sind, in den Staat eingebunden werden.“ Das Buch ist für Gymnasien, Sekundarstufe I, bestimmt, 2005 bei C. C. Buchner, Bamberg erschienen. Kommt die Rede über die rasch wechselnden Tagesereignisse hinaus auf grundlegende Fragen von Gesellschaft und Staat, fällt hierzulande früher oder später der Begriff Totalitarismus oder der Verweis auf totalitäre Diktaturen, Erfahrungen oder Ideologien. Wie ist der Begriff Totalitarismus entstanden? Wozu taugt er? Wofür wird er verwendet? Was ist sein Erkenntniswert? Gegen wen richtet er sich? Welche Bedeutung hat er in aktuellen politischen Auseinandersetzungen? Diesen Fragen wird sich Kurt Pätzold stellen und sie mit den Hörerinnen und Hörern des Vortrags diskutieren. Kurt Pätzold lehrte bis 1992 an der Humboldt-Universität in Berlin deutsche Geschichte. Er ist einer der bedeutendsten marxistischen Faschismusforscher in Deutschland. 2008 erschienen seine Erinnerungen „Die Geschichte kennt kein Pardon“.
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