Freitag
4. Februar 2011

20 Uhr

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Andreas Wehr, Berlin

Der Nächste bitte! Griechenland, Spanien, die Krise und der Euro

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Schwächen der Europäischen Union und ihrer gemeinsamen Währung Euro schonungslos offenbart. Grundlegende Mängel der Konstruktion der Eurozone wurden erkennbar. Heute rächt sich, dass es in der Europäischen Union wohl eine Währungs-, aber keine Finanz- und Wirtschaftsunion und schon gar keine Politische Union gibt. In der Krise um Griechenland stellt sich die Frage, ob eine Währung ohne
Staat auf Dauer überhaupt existieren kann. Andreas Wehr wird beschreiben, wie durch das Agieren von nationalen Regierungen, insbesondere der deutschen, von Europäischer Kommission und Europäischer Zentralbank die Spannungen in der Eurozone permanent angewachsen sind. Zwei Auswege sind seiner Ansicht nach möglich: Der Zerfall bzw. die Teilung der Eurozone oder aber der Aufstieg eines Hegemons, der den anderen Euro-Ländern seinen Willen aufzwingt. Dies kann aber nur Deutschland sein. Damit wäre der alte Konflikt wieder da. In dieser Krise steht daher viel auf dem Spiel.

Andreas Wehr ist Jurist. Seine ersten politischen Erfahrungen sammelte er als Mitglied der Berliner SPD, u. a. als Leiter des Büros des Regierenden Bürgermeisters Walter Momper. Als Mitarbeiter der "Fraktion der Vereinten Europäischen Linken / Nordische Grüne Linke“ im Europäischen Parlament" hat er die Vorbereitung einer europäischen Verfassung begleitet. Letzte Veröffentlichungen u. a.: „Griechenland, die Krise und der Euro“, „Europa ohne Demokratie? Die europäische Verfassungsdebatte -Bilanz, Kritik und Alternativen“